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Nikotin: Einstiegsdroge Nummer Eins (2003-07-21) Newshawk: Kalle Pubdate: 18.7.2203 Source: www.idowa.de/ Contact: Copyright: © idowa Website: www.idowa.de/ Webpage: www.idowa.de/idowa/bereich_de/nachrichten/nachricht.html?redaktion_id=1253&nachrichten_id=425372 Nikotin: Einstiegsdroge Nummer Eins Vortrag in der Woche der Justiz: "Mit der Beruhigungspille fängt es an" Aufklärungsarbeit im Kindergarten beginnen: Konsumeinstieg mit 14 Jahren Regensburg. Pro Jahr sterben in der Bundesrepublik 40 000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum, 120 000 Menschen sterben an den Folgeerscheinungen des Rauchens. Grund genug, in der Woche der Justiz auf das Thema Sucht und deren Prävention vor Lehrern und Justizvertretern einzugehen. Den typischen Zugang zu Drogen stellte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Johann Plöd dar. Bereits die "Beruhigungspille" vor einer Klassenarbeit und die dadurch erfahrene "Hilfe bei der Bewältigung schwerer Aufgaben", könne das Verständnis fördern, durch die Einnahme von Substanzen Probleme lösen zu können. Wie schwierig und zugleich "künstlich" die Abgrenzung zwischen "legalen" und "illegalen" Drogen ist und welche Präventionsansätze sich daraus ergäben, verdeutlichte Dr. Heribert Fleischmann, Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Wöllersdorf. So seien Substanzen aus "harten Drogen" in Medikamenten zu finden, die wiederum in der Gesellschaft als harmlos gelten, oft jedoch missbraucht würden wie Schmerz-und Migränemittel oder Schnupfensprays. Haschisch: "akzeptierte Droge" Entgegen den Realitäten würden in der Öffentlichkeit nur die rund 1 500 Opfer von "harten Drogen" diskutiert, die wirklichen Probleme, resultierend aus dem Missbrauch von Alkohol, Nikotin oder Medikamenten, bleibe auf der Strecke. Eine Untersuchung bei Regensburger Schülern der neunten Jahrgangsstufe habe ergeben, dass 75 Prozent bereits Alkoholerfahrung hätten, die Hälfte der Schüler greife zur Zigarette. Ein anderes Bild bietet sich bei der Frage danach, wie regelmäßig zu den einzelnen Genussmitteln gegriffen werde. Hierbei übertreffe das Nikotin alle anderen Mittel. Ebenfalls gezeigt habe sich, dass Haschisch gemessen am Konsumverhalten eher zu der "akzeptierten" Gruppe mit Alkohol und Nikotin zu zählen sei, Excacy hingegen unter dieser Einstufung eher zu den "harten Drogen" zu rechnen sei. Über die Risiken des Konsums oder des möglichen Missbrauchs seien sich die meisten Jugendlichen durchaus bewusst. Da das Eintrittsalter zu Genussmitteln bei 12 bis 14 Jahre liege, müsse die "Primärprävention" bereits" früher Greifen, im Kindergarten und der Grundschule". Einstiegsdroge "Nummer eins" sei entgegen der weit verbreiteten Annahme die Zigarette. In Forschungen wurde ein direkter Zusammenhang nachgewiesen zwischen Tabakkonsum, Alkoholkonsum und dem Griff zu illegalen Drogen. So sei in der Präventionsarbeit die Betonung von Heroin und Kokain verfehlt, da diese auch von den Jugendlichen als "gefährlich" eingestuft würden. - gd - |