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Eltern: Offener Brief an die Drogenbeauftragte (martin, 2010-04-07) An: Drogenbeauftragte der Bundesregierung – MdB Wuppertal, Frau Mechthild Dyckmans Von: Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V. 04.04.2010 Thema: Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses zur diamorphingestützten Behandlung Opiatabhängiger Sehr geehrte Frau Dyckmans, Die Forderung der ständigen Anwesenheit eines Arztes , während der 12-stündigen Öffnungszeit an sieben Tagen der Woche sowie die Einrichtung von 3,0 Arztstellen unabhängig von der Anzahl der zu behandelnden Patienten sind Auflagen, die für viele zukünftige Träger der Heroinambulanzen nicht erfüllbar und fachlich nicht begründbar sind. Auch die finanzielle Lage unserer Städte wird bei den zu erwartenden Kosten dazu führen, dass der erklärte ehrliche Wille der Stadträte, die „Überlebenschance Heroinvergabe“ im Drogenhilfesystem einzuführen, scheitern wird. Auf einer Fachtagung des Bundesverbandes akzept e.V. am 8. Dezember in Berlin (Sie waren anwesend) haben wir Eltern schon unsere Kritik am verabschiedeten Gesetz geübt. Doch nun wird dieses Gesetz auch noch verschärft durch Richtlinien, die für uns nichts anderes als ein „Heroinabgabe- Verhinderungspapier“sind. Die DAH, JES, DGS und viele andere Experten haben ihre Bedenken gegenüber der GBA Richtlinien bereits geäußert, sodass wir diese hier nicht wiederholen müssen. Wir unterstützen die Aussagen in den Pressemeldungen des JES-Bundesverbandes und der Deutschen Aids-Hilfe voll und ganz. Wir möchten noch einmal nachdrücklich betonen, dass die nach Überlebenssicherung der Drogenkonsumenten absolute Priorität hat ! Sehr geehrte Frau Dyckmans, setzen Sie ein Zeichen, lassen Sie es nicht zu, dass diese Richtlinien in Kraft treten. Sie haben die Möglichkeit die Richtlinien mit einer Ersatzvornahme zu verhindern !
Für den Vorstand
Jürgen Heimchen, Heidrun Behle |